* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren








Bei Gericht

3. Juni 2005

Heute war die erste Verhandlung am Landgericht in Offenburg. Beweisaufnahme - Zeugenvernehmung - Güteverhandlung.
Wir trafen uns mit unserem Anwalt im Foyer des Gerichts, eine nüchterne, rechteckige Bausünde aus den späten 50-er Jahren.
Es herrscht eine eigenartige, befremdende Atmosphäre in einem Gerichtsgebäude. ganz besonders, wenn man selbst einen Gerichtstermin hat. Obwohl es ein sonniger warmer Junitag ist, fröstelt es mich ein wenig, aber das liegt nicht an der Witterung. Dann treffen die Nachbarn Wiederlich ein, kurz darauf deren Anwältin, die liebreizende Marge. Jetzt hat das Foyer etwas von einer Geisterbahn.
Unser Anwalt kommt aus Stuttgart. Wir wollten keinen aus der Gegend hier, denn die Anwälte kennen sich ja alle, und da erwischt man vielleicht einen, der mit dem Gegenanwalt zusammen Tennis oder Golf spielt. Nee nee....

Mittlerweile waren auch die Zeugen eingetroffen. Da sahen wir auch nach langer Zeit den Herrn Wonse wieder, von dem wir das Haus in Oberweier gekauft hatten. Mann sah der fertig aus. Er wirkte sehr kühl und unnahbar, zugleich aber auch unsicher.
Dann wurde der Gerichtssaal geöffnet. Der Richter begrüsste uns. Es war sehr nett. Ich war etwas irritiert, daß er keine Robe anhatte, schließlich waren wir ja beim Landgericht. Die Wiederlichs behaupteten wir hätten ja von Anfang an gewusst, daß ihr Haus mitversorgt wird. Paaaah Lüge ! Gar nix haben wir gewusst, bis zu dem Tag als wir einzogen und der Herr Wonse es uns dann offenbart hat. Der Wonse war sich seiner Sache gar nicht mehr so sicher und konnte sich an nicht konkretes mehr erinnern, außer daß er meinte er habe es bei einer Besichtigung gesagt, aber er war nicht sicher ob ich es gehört habe, denn ich hätte nicht reagiert. Na vielleicht hatte er es in eine Ecke geflüstert. Also wirklich, Wonse... von dir hätt ich mehr erwartet. Aber du bist heute nur gekommen, um dir selbst den Arsch zu retten.

Nach den Anhörunen der Zeugen wurden Vergleichsvorschläge unterbreitet. Die erste Verhandlung bei Gericht ist immer eine sogenannte Güteverhandlung, wo der Richter versucht die Parteien zu einem Vergleich zu bewegen. Aber was will man da Vergleichen, in so einem Fall?

Wir haben den Widerlichs trotzdem angeboten, daß wir ihnen den Heizkessel und noch 1000 Euro geben, aber das wollten sie nicht. Na gut, dann eben nicht.

 

 

Fortsetzung folgt ........

3.6.05 11:02





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung