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Die Hill Billys zeigen ihr wahres Gesicht

Ja wir waren in aller Munde, im ganzen Dorf.
Niemals hätten wir uns vorstellen können, daß es so viele falsche neugierige und scheinhelige Menschen auf einem Haufen gab.
Wir hatten den Rechtsanwalt Wonse kleingekriegt.... alle hatten sie Angst vor dem.
Wir wagten es, den Nachbarn Wiederlich zu veklagen, damit er nicht mehr unsere Heizung mitbenutzte.
Wir wagten es Unruhe in diese kleine enge scheinheilige Welt zu bringen.

Zur Strafe mied man unsere Kinder. Sie hatten niemanden zum spielen. Da wir in der "besseren Gegend" gelandet waren, waren wir umgeben von "besseren Leuten". Abgesehen vom Nachbarn Wiederlich, der sich zur Dorf Haute-Volée zählte wohnte der Bauuntermehmer Noser gegenüber. Der Noser war die Bau Mafia des Dorfes. Er ging pleite, weil der Alte seinem Sohn die Geschäfte übergab, und der verprasste alles, kümmerte sich nicht um den Betrieb und hinterlies viele geprellte Bauherrn, Arbeiter, Lieferanten. Er sorgte für dramatische Schicksale, geplatze Träume und zerbrochene Existenzen.
Manche Leute grüssen den Alten immer noch auf der Strasse. Der Sohn konnte sich nicht mehr in der Gegend blicken lassen und ist ins Allgäu verzogen, wo er wieder eine Baufirma hat, so hörte ich.

Man sollte die Menschen dort vor ihm warnen.

Der Noser hat auch einen Schwiegersohn, der mit im gleichen Haus wohnte. Der bekam den Mund selten auf. Seine Kinder durften nicht mit unseren spielen, erst als man pleite war, da kam ab und zu ein Wort zurück, wenn man Guten Tag sagte. Aber man trug die Nase noch immer zu weit oben.

Am Ende der kleinen Sackgasse rechts von uns wohnten die Dumpfs. Deren Tochter war eine Freundin des vertriebenen Karius gewesen. Außerdem die Dorfmatratze der Teenies. Die Dumpfs waren sehr wichtige Leute in der Kirche... ich glaube die gehörten so einem Kirchenrat an. Da hat man sicher automatisch die Absolution, haha.... Aber ehrlich waren sie nicht. Sie waren auf der Seite des Nachbarn Wiederlichs, oder vielmehr auf der Seite der geschlossenen Dorf Mafia.

Die Leute im Dorf nannten uns auch Heiden. Lieber Heide als scheinheilig !

Links neben uns wohnte ein komischer Kauz. Der hieß Gwend oder so ähnlich, genau weiss ich es nicht. Am Anfang war der Alte eigentlich ganz nett.

Er hatte Ziegen, Schweine, eine Kuh und sein Sohn züchtete Hähne, fürs Wettkrähen.

Das ist kein Witz ! Wettkrähen, richtg gelesen.

Außerdem hatte er einen Riesen Misthaufen mit vielen Fliegen, die wollten sich immer auf mein Marmeladenbrot setzten.

Ääääh Pfui Teufel !

Man sagte mir, daß man das tolerieren müsse, denn es wäre auf dem Dorf rechtens so mit dem Lärm, den Fliegen und dem Gestank.... ob das Gesundeitsamt das auch so sieht? Oder der Tierschutz ? Denn die Kuh und die Sau sahen niemals das Tageslicht, sie waren und sind wohl immer noch in einem alten Holzschuppen eingesperrt.





Fortsetzung folgt .........

1.6.04 16:53





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